Lupinen in der Geflügelfütterung

Der Einsatz in der Geflügelfütterung wird durch den Gehalt an antinutritiven Substanzen begrenzt. Der hohe Anteil an NSP wirkt sich negativ auf die
Kotbeschaffenheit und Einstreuhygiene aus. Laut Jeroch et al. (2016) können auch die enthaltenen Oligosaccharide v.a. bei Jungtieren oder bei höheren
Rationsanteilen antinutritive Wirkungen entfalten, wobei moderne Rassen eventuell schneller mit Wachstumsdepressionen reagieren. Für Hühner wurde
als tolerierbare Dosis an QA in Samen von L. albus 1 mg/kg KM/d durch die EFSA (2019) identifiziert.

Tabelle: Empfehlungen zum maximalen Einsatz der Schmalblättrige- und Weißen Lupine in der Fütterung

Zudem ist in jedem Fall der geringe Methioningehalt in der Rationsgestaltung zu berücksichtigen, z. B. durch Kombination mit Raps- und Sonnenblumenprodukten, gegebenenfalls durch Ergänzung mit freien Aminosäuren. Als Einsatzempfehlung wurden 10 % für die Legehennenhaltung,
10-15 % für die Broilermast und 10–25 % in der Mastputenhaltung abgeleitet (Bellof et al. 2020).


Autorin:
Antje Priepke & Harald Sievers (LFA Mecklenburg-Vorpommern)

Gesellschaft zur Förderung der Lupine e. V. (2025): Lupinen – Anbau und Verwertung.
Die vollständige Literaturliste ist in der Broschüre enthalten.