Gemengeanbau

Gemengeanbau der Schmalblättrigen (Blauen) Lupine mit Sommerweizen (© Nadja Rinke, Thünen-Institut / 3. Platz GFL-Fotowettbewerb 2020)
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Gemengeanbau der Schmalblättrigen (Blauen) Lupine mit Sommerweizen (© Nadja Rinke, Thünen-Institut / 3. Platz GFL-Fotowettbewerb 2020)
Für den Gemengeanbau ist vor allem die Schmalblättrige Lupine geeignet, da die Weiße Lupine in der Regel zu spät abreift und Getreide dann bereits ausfällt oder von Pilzen besiedelt wird. Für den Gemengeanbau mit Schmalblättrigen Lupinen werden additive Gemenge empfohlen, d.h. die Lupinen werden in voller Saatdichte, wie beim Anbau in Reinsaat gedrillt (Aussaat). Dazu wird der Getreidepartner mit einer deutlich reduzierten Saatdichte, d.h. 60–120 keimfähige Körner/m² gemischt. Bei höherem Unkrautdruck sollte die höhere Saatdichte gewählt werden. Die optimalen Saatstärkenverhältnisse sind jedoch vom Standort und der Witterung abhängig, sodass für den eigenen Betrieb eine Anpassung notwendig wird. Lupinen-Getreide-Gemenge können vor der Saat gemischt und gemeinsam gedrillt werden. Lupinen können auch im Gemenge mit Leindotter angebaut werden.
Leindotter hat eine etwas bessere unkrautunterdrückende Wirkung als Getreide. Gemenge mit Leindotter müssen jedoch in zwei Arbeitsgängen gedrillt werden, da es in der Drillmaschine aufgrund des stark unterschiedlichen Tausendkorngewichtes schnell zur Entmischung kommt.
Alternativ kann eine Drillmaschine mit zwei Saatkästen zum Einsatz kommen. In Ergebnissen von Böhm (2019) eignete sich die endständige Sorte Boruta im Vergleich zur verzweigten Sorte Boregine etwas besser für den Gemengeanbau, da der Kornertrag der Lupine im Gemenge im Vergleich zur Reinsaat weniger reduziert wurde und der Gesamtertrag höher war als der Ertrag der Lupine in Reinsaat.