Aussaat

Lupinen keimen schon bei geringen Temperaturen und sind je nach Art tolerant gegen Fröste auch bis – 7 °C. Frühe Aussaaten befördern das generative Wachstum, die Pflanzen sind kleiner und das mögliche Ertragspotential ist höher. Späte Aussaaten führen zu einem verstärkten vegetativen Wachstum, die Grünmasse steigt und der Kornertrag ist niedriger.

Der Aussaattermin ist dabei nicht allein nach dem Kalender zu wählen, sondern sollte sich stärker an der Bodentemperatur orientieren. Frühe Saaten in einen kalten Boden bedeuten verlängerte Auflaufzeiten, aber auch Unkrautsamen sind noch nicht in Keimstimmung und können weder mechanisch noch mit Bodenherbiziden bekämpft werden. Um optimale Aussaatbedingungen zu haben, ist ein späterer Aussaattermin durchaus in Kauf zu nehmen. Die oberste Grenze für die Aussaat könnte um den 10. April liegen. Gelbe Lupinen haben sortenspezifisch ein Vernalisationsbedürfnis und sind daher auf frühe Aussaaten angewiesen.

Alle Lupinenarten keimen epigäisch, das heißt sie schieben die Keimblätter über den Boden. Eine flache Aussaat von 2-3 cm ist daher notwendig. Die Samen müssen gleichmäßig mit Boden bedeckt sein, oben aufliegende Körner werden nur schlecht keimen. Tiefere Saaten führen zu ungleichmäßigem Aufgang und zu Ertragsdepressionen. Die Reihenabstände sind denen von Getreide gleich. Reihenabstände von mehr als 30 cm sind durchaus sinnvoll, stellen aber an die Bodenbearbeitung, das Unkrautmanagement und die Aussaattechnik besonders hohe Anforderungen.

Die Aussaatstärke ist von der entsprechenden Art und vom Wuchstyp abhängig. In der nachfolgenden Tabelle sind die Aussaatstärken in Körnern/m² für die Lupinenarten angegeben.

 Der Saatgutbedarf in Kilogramm pro Hektar errechnet sich dabei mit folgender Formel: